Brockhaus/Meyers online

Eigentlich wollte der der Brockhaus-Verlag am 15. April 2008 ein umfangreiches, kostenloses Lexikonportal im Internet starten. „Der immer unübersichtlicher werdenden Flut von Informationen aus dem Internet stellen wir mit ‚Brockhaus online‘ jetzt ein Wissensportal entgegen, das für Relevanz, Richtigkeit und Sicherheit steht“, erklärte Marion Winkenbach, die als Mitglied des Vorstands im Mannheimer Verlag für die Weiterentwicklung der Marke Brockhaus verantwortlich ist, damals vollmundig in einer Pressemitteilung.

Bereits im Oktober 2007 hatte mich die Redaktion gefragt, ob ich einen Artikel zum Thema „Nachrichtendienste“ für „ein neues Online-Lexikon“ schreiben möchte – man hatte meinen bei Lehrer-Online abrufbaren Text über „Geheimdienste“ gelesen. Ich sagte zu und in den folgenden Wochen erstellte ich noch zwei weitere sogenannte Premiumartikel sowie mehr als 50 Kurztexte über verschiedene Juristen aus dem In- und Ausland. Im Laufe des Jahres 2008 habe ich verschiedene Personenartikel verfasst oder überarbeitet. Da sich der Start von „Brockhaus online“ immer weiter verzögerte, hat man einige meiner Texte im „Meyers Lexikon online“ veröffentlicht.

Update: Am 17. Dezember 2008 wurde bekannt, dass die wissenmedia GmbH, ein Unternehmen der Bertelsmann arvato AG, zum 1. Februar 2009 sämtliche Rechte an der Marke Brockhaus, inklusive aller Inhalte und Bestände von der Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG übernimmt – sofern das Kartellamt zustimmt. Auch der komplette Content von Meyers Lexikon online ist Teil des Brockhaus-Deals, so B.I.-Vorstandssprecher Ulrich Granseyer in einem Interview mit boersenblatt.net.

Update 2: Das Lexikonportal Meyers Lexikon online wurde zum 23. März 2009 abgeschaltet.

Update 3: Das österreichische Kartellamt hat die Übernahme des Verlags Bibliographisches Institut & FA Brockhaus AG durch die Cornelsen Verlagsholding genehmigt. „Auf Anfrage von buchreport.de hat eine Verlagssprecherin erklärt, dass die Übernahme nicht noch von den deutschen Kartellbehörden abgesegnet werden müsse, weil die Umsätze der Unternehmen unterhalb der von den Kartellwächtern definierten Grenzen liege“, so www.buchreport.de.

Update 4: Am 30. April hat nun auch das Bundeskartellamt in Bonn grünes Licht für den Brockhaus-Verkauf gegeben. heise online berichtet, die „betroffenen Märkte aus dem Bereich Nachschlagewerke seien Bagatellmärkte und unterlägen deshalb nicht der deutschen Fusionskontrolle“.

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